Sid

Als síd ([ʃiːð], altirisch „Wohnsitz”, vom indogermanischen *sēd-), bezeichnet man die Wohnstätte einer mythologischen Gestalt oder eines Volkes in Irland. In Deutschland hat sich der Begriff Feenhügel eingebürgert.


Mythologie

Nachdem die Túatha Dé Danann von den Milesiern geschlagen wurden, kam es zu Verhandlungen zwischen beiden Gruppen. Da die Túatha die Fähigkeit besaßen, den Milesiern Milch und Getreide zu entwenden, kamen beide darin überein, Irland in zwei Bereiche zu teilen: einen oberirdischen und einen unterirdischen. Die Túatha zogen sich „unter die Hügel” zurück, während die Milesier über den Hügeln, also in der oberirdischen materiellen Welt verblieben. Hierbei teilte Manannan mac Lir den Túatha die Gebiete zu, in die sie sich zurückziehen sollten und wurde von da an zum König der síde. Der Síd wird als eine Parallelwelt beschrieben, die von normalen Menschen nicht betreten werden kann, die aber durchaus von den Túatha verlassen werden kann, um in die Welt der Menschen zu gelangen. Dies ist, unter anderem, im Ulster-Zyklus zu lesen, wo vereinzelt Götter aus den Feenhügeln kommen, um sich in die Belange der Menschen einzumischen.

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